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Ausbildung

Wer in der Notfallseelsorge ehrenamtlich mitarbeiten möchte, benötigt eine Ausbildung und Praxiserfahrung im Bereich Seelsorge, Gesprächsführung, psychologische Beratung oder Therapie.

Vor dem Einstieg in die praktische Arbeit der Notfallseelsorge absolvieren die Ehrenamtlichen einen 5-tägigen Grundkurs in Notfallseelsorge.

Inhalte des Grundkurses:

  • Was ist Notfallseelsorge? Klärung der persönlichen Motivation der Mitarbeit
  • Einführung in die Psychotraumatologie
  • Einsatzindikationen:
    1. Plötzlicher häuslicher Tod
    2. Unfälle (Straße, Schiene, Arbeit, Haus)
    3. Suizidale Krisen
    4. Überbringen von Todesnachrichten
    5. Tod und Trauer von Kindern
    6. Opfer von Gewaltverbrechen
  • Umgang mit der Sinnfrage an den Grenzen des Lebens
  • Umgang mit stützenden Ritualen (Aussegnung, Gebet)

In der Anfangsphase der Mitarbeit hospitieren die neuen Mitarbeiter/innen bei Einsätzen mit erfahrenen Notfallseelsorger/innen. Notwendig ist auch eine Hospitation bei den Kooperationspartnern (Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei), um die Struktur und Inhalte der Arbeit kennen zu lernen.

Die Mitarbeitenden der Notfallseelsorge treffen sich regelmäßig zu Teamsitzungen (im zweimonatlichen Rhythmus); Supervision wird angeboten.

Während der Mitarbeit werden regelmäßige kürzere Fortbildungsmodule angeboten, wie z.B.

  • Notfallseelsorge in Großschadensereignissen und Katastrophen
  • Umgang mit einer Gruppe von Betroffenen mit unterschiedlichen Bedürfnissen
  • Aktive und passive Schulderfahrungen
  • Eigensicherung und Psychohygiene

Bei Fragen zur Ausbildung wenden Sie sich bitte an Pfarrerin Irene Derwein oder Diplom-Psychologin Silvia Ehlert-Lerche.

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