Ein Schlafsack ist oft der Anfang
Die aufsuchende Straßensozialarbeit wendet sich an Frauen und Männer, die sich in der Regel im Freien aufhalten und in besonderen Lebens- und Wohnschwierigkeiten sind. Viele von ihnen leben in Abbruchhäusern, alten Garagen oder in Erdhöhlen im Stadtwald. An diesen Orten sucht die Sozialarbeiterin die Wohnungslosen auf. Um sie zu finden, geht sie auch Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Die meisten von ihnen leben bereits über einen langen Zeitraum hinweg auf der Straße. Körperliche wie psychische Erkrankungen sowie Verelendung sind oftmals die Folge. Die Menschen haben resigniert und suchen von sich aus keine Hilfeeinrichtungen mehr auf.
Behutsam Vertrauen gewinnen
Gemeinsam mit Kollegen der Sozialen Beratungsstelle spricht die Mitarbeiterin der Straßensozialarbeit die Wohnungslosen behutsam an und baut langsam Vertrauen auf. Das kostet viel Zeit und Geduld, ist jedoch Voraussetzung dafür, dass die Menschen über Veränderungen nachdenken. Oftmals geht es zunächst darum, einen Schlafsack zur Verfügung zu stellen. Danach stehen Beratung und Begleitung als persönliche Hilfe im Vordergrund. Ziel ist, die Wohnungslosen schrittweise in weitere Hilfeangebote zu vermitteln. Zum Beispiel in den WESER5 Tagestreff, wo sie dann weitere Schritte hin zur Verbesserung ihrer Lebenssituation einleiten können.
Kontakt über Tel.. 069/ 271 358 0 oder Mobil: 0175/ 43 22 919
