Arbeitsbereich Diakonische Dienste

Frankfurt ist vielfältig. Hier leben Menschen verschiedener Generationen, Herkunft und Nationalität: Kinder und Senioren, Familien und Singles. Das bereichert, bringt aber gleichzeitig die unterschiedlichsten Bedürfnisse, Herausforderungen und Konflikte mit sich. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ hält der Arbeitsbereich Diakonische Dienste ein Netzwerk aus Unterstützung bereit – nicht nur für Krisensituationen.

Menschen in Krisen- und Notsituationen brauchen Lebensräume, die Schutz bieten. Orte, wo sie Gemeinschaft erfahren, neuen Mut fassen, Potenziale entdecken und einbringen. Das gilt auch für alleinstehende wohnungslose Männer, die im WESER5 Diakoniezentrum willkommen sind. Inmitten des Bahnhofsviertels ermöglicht es mit seinen unterschiedlichen Angeboten unter einem Dach umfassende Unterstützung und Hilfe zur Überwindung ihrer besonders schwierigen Lebenssituation – vom Tagestreff über Straßensozialarbeit bis hin zum Übergangswohnhaus mit Notübernachtung und Beratung. Das Zentrum für Frauen am Alfred-Brehm-Platz unterstützt und fördert Frauen mit einem ganzheitlichen Ansatz und ist Anlaufstelle für Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen. Zu den Hilfeangeboten gehören: stationäre Betreuung im Rahmen der Wohngruppen und der Notunterkunft, psychosoziale Beratung in schwieriger Lebenssituation, Existenzsicherung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Onlineberatung, die Beratung von Sexarbeiterinnen mit aufsuchender Arbeit in Bordellen, Clubs und Hostesswohnungen, ein Tagestreff mit integriertem Bildungs- und Gesundheitsprogramm. Der Sozialdienst Wohnen und Betreuen arbeitet als Bindeglied, wenn ein Hilfesuchender oder eine Hilfesuchende im eigenen Wohnraum eine Betreuung benötigt, um den Erhalt der Wohnung sicherzustellen. Um starke Netzwerke geht es auch bei der Bahnhofsmission. Unter dem Motto "Nächste Hilfe: Bahnhofsmission" betreuen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 200 Menschen täglich und vermitteln gezielt in weitere Unterstützungsangebote.

Beschäftigungsprogramme und Qualifizierungsprojekte wiederum fördern die Wiedereingliederung langzeitarbeitsloser und alleinerziehender Frauen in den Arbeitsmarkt. Beim Projekt „Rückenwind im Job“ übernehmen ehrenamtliche Mentorinnen Patenschaften und unterstützen Frauen, die lange ohne Job waren, ihren Berufsalltag zu meistern. Arbeitslose Menschen finden in der Einrichtung "Berufliche Orientierung und Dienstleistungen" eine strukturgebende Arbeitsgelegenheit. Ziel ist, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen. Die Ökumenische Schreinerwerkstatt bietet gemeinnützigen Einrichtungen und Verbänden Möbel, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Im Ökumenischen Familienmarkt finden Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten Kleidung, Hausrat und Möbel zu fairen Preisen.

Mit Quartiersmanagement im Rahmen des "Frankfurter Programm - Aktive Nachbarschaft" sowie mit dem Sozialdienst im Wohngebiet Bonameser Straße leistet Diakonie ihren Beitrag zu Bürgerbeteiligung, Integration und einem gelingenden nachbarschaftlichen Zusammenleben in Frankfurter Stadtteilen.