Arbeitsbereich Flucht und Integration

Das Thema Flucht steht seit 2015 im Fokus von Politik und Öffentlichkeit. Fast eine Million Menschen kamen in diesem Jahr als Flüchtlinge nach Deutschland, einige Tausend davon nach Frankfurt. 

Gesellschaftliche Teilhabe fördern

Im Herbst 2015 übernahm das Diakonische Werk Frankfurt am Main eine Notunterkunft in Kalbach. Zunächst ging es um Unterbringung und Erstversorgung der geflüchteten Menschen. Schon bald rückten das Thema Integration und die Förderung der sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe in den Vordergrund.

Flüchtlingsunterkunft Bonames

In der Großunterkunft für Flüchtlinge am Alten Flugplatz Bonames leben 64 Familien in kleinen Wohneinheiten. Die Mitarbeitenden unterstützen sie bei der Bewältigung des Alltags, ermöglichen Zugänge zu Sprachkursen, unterstützen bei der Wohnungs- und Arbeitssuche. Freizeit- und Kulturangebote ergänzen das Angebot. Hierfür besteht eine enge Kooperation mit Vereinen, Beratungs-, Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie Behörden. Ziel ist es, Kindern und Erwachsenen Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

Zusammenarbeit mit ehrenamtlich Engagierten

Von zentraler Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit ehrenamtlich Engagierten. Rund 120 Frankfurterinnen und Frankfurter bieten unter anderem Sprachförderung an, geben Hausaufgabenbetreuung oder unterstützen individuell eine Familie. Sie leisten so einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Grundschulkinder fördern - Eltern unterstützen

Über das Diesterweg-Projekt für Flüchtlingsfamilien, finanziert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft und die Linsenhoff-Stiftung, erhalten zudem jedes Jahr 12 Grundschulkinder und ihre Eltern eine gezielte und umfassende Förderung. Neben Bonames gibt es das Projekt auch in einer Flüchtlingsunterkunft in Rödelheim, dort finanziert durch die Commerzbank-Stiftung.

Neue Unterkunft im Aufbau 

Aktuell entsteht eine weitere Unterkunft in Goldstein. Anfang 2019 werden dort 60 Geflüchtete einziehen.

Aufgrund des angespannten Wohnungsmarkts ist davon auszugehen, dass die Unterkünfte auf absehbare Zeit bestehen bleiben und auch neue hinzukommen.