Arbeitsbereich Kirche am Flughafen

Frankfurt Airport – das Tor zur Welt. Über 1.000 Maschinen starten und landen hier täglich, mehr als 54 Millionen Menschen bevölkern jedes Jahr die schier unendlichen Hallen und Gänge: Urlauber, Geschäftsleute, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für Flüchtlinge ist der Flughafen ein schicksalsträchtiger Ort. Mittendrin im „global village“: die Kirche am Flughafen. Sie bietet Beratung, Seelsorge und vielerlei Hilfen.

Startpunkt, Ziel, Durchgangsstation, Arbeitsplatz – all das ist der Frankfurter Flughafen. Wo für die einen der wohlverdiente Urlaub anfängt, eine stressige Geschäftsreise endet oder Tag für Tag die Schicht beginnt, blicken andere in eine ungewisse Zukunft: Menschen auf der Flucht, die täglich aus den unterschiedlichsten Ländern hier ankommen oder vor einer unfreiwilligen Reise stehen – ihrer Abschiebung. Heimweh und Fernweh, Abschied und Wiedersehen, Erwartung und Ungewissheit, Freude und Angst – kaum irgendwo sonst liegen Gegensätze so dicht nebeneinander. Für Menschen, die in eine Notlage geraten sind, engagiert sich der Kirchliche Sozialdienst für Passagiere mit schnellen unbürokratischen Hilfen. Das Team steht Menschen in psychisch bedrängenden Lebenslagen bei, vermittelt Ansprechpartner, beschafft Unterkunft und organisiert Hilfe für Reisende, die Opfer eines Diebstahls geworden sind, Probleme mit Ticket, Pass oder Visum haben oder sich in einer finanziellen Notlage befinden.

Auch Reisende, die nach langer Zeit nach Deutschland zurückkehren, oder Asylbewerber, die nach Deutschland als Drittstaat zurückgeschickt werden (Dubliner Übereinkommen), erhalten erste orientierende Hilfsangebote. Neben den Räumlichkeiten im Terminal 1 unterhält der Kirchliche Sozialdienst für Passagiere auch einen eigenen Schalter in der Abflughalle zwischen den Bereichen B und C. Mit Seelsorge und Verfahrensberatung wendet sich der Kirchliche Flüchtlingsdienst am Flughafen an Menschen, die in Deutschland Asyl suchen und vorerst nicht einreisen dürfen. Die Mitarbeiterinnen der Abschiebungsbeobachtung sind vor Ort, wenn Flüchtlinge, die bereits mehrere Jahre in Deutschland leben, abgeschoben werden. Ihre Beobachtungen werden in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und mit Menschenrechtsorganisationen ausgewertet.