WEISSFRAUEN DIAKONIEKIRCHE

Ins Gespräch kommen und Gesellschaft aktiv mitgestalten

Der Boden wirkt brüchig. Größere und kleinere Natursteinstücke, eckigere und rundere grenzen aneinander, wie es 1956, beim Bau der Weißfrauen Diakoniekirche, modern war. Das passt gut zum Konzept des hohen Kirchenbaus am Rande des Bahnhofsviertels. Denn hier begegnen sich Menschen verschiedenster Herkunft. Soziale Kontraste und Lebensentwürfe treffen aufeinander. Seit dem Jahr 2005 wird die Kirche vom Diakonischen Werk für den Evangelischen Regionalverband Frankfurt am Main als Diakoniekirche genutzt. Die Aktivitäten gliedern sich in drei Bereiche:

1. klassisch diakonische Arbeit
2. Kunst und Kulturveranstaltungen
3. Kooperationen mit externen Gruppen, Tagungs- und Veranstaltungsort

Hier haben Diakoniepfarrer Dr. Michael Frase und Gerald Hintze als erster Kurator prägende Konzepte realisiert, die auch für die Zukunft Bestand haben.

Seit Sommer 2011 entwickelt Thomas Kober als Kurator das Projekt Diakoniekirche fort. Schwerpunkte sind, die Kirche weiter für alle gesellschaftlichen Fragen zu öffnen und eine Verknüpfung von Diakonie, Kultur und Wissenschaft zu schaffen. Gesellschaft aktiv mitgestalten und den Menschen in den Mittelpunkt stellen – das sind wichtige Leitgedanken von Diakonie in der Großstadt. Die Leuchtschrift „Mensch“ vom Frankfurter Künstler MIREK MACKE, gestaltet aus der Leuchtreklame eines ehemaligen Frankfurter Kaufhauses, setzt dafür ein Zeichen.

Zukunft der Großstadt, soziale Arbeit und geistliches Leben

Die Weißfrauen Diakoniekirche ist ein geistliches und diskursives Zentrum, in dem die Diakonie Frankfurt zum Dialog in der Großstadt einlädt. Mit Diskussionen ebenso wie mit Videoinstallationen, Filmen, Kunstprojekten oder Musik vom Mittelalter bis zur Moderne.

Wochentags öffnet sich die Kirche für Andacht und Gebet im Trubel des Bahnhofsviertels. Sie ist ein idealer Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen. Mit Diakonieforen, Fachtagen und Kulturprojekten rückt sie soziale Themen in Frankfurt in den Blick und informiert über die vielen Facetten der diakonischen Arbeit. Einen besonderen Gottesdienst mit Essen und Musik erleben die unterschiedlichsten Menschen in der Langen Nacht am Heiligen Abend.

Wer sich für die Zukunft des Lebens in der Großstadt, für Soziale Arbeit und geistliches Leben interessiert, findet in der Weißfrauen Diakoniekirche einen anregenden Ort für vielerlei Begegnungen. Einen Ort, an dem sich immer wieder Möglichkeiten zur Umkehr und Hoffnung gestalten lassen.