„…Von Gauklern, Händlern und Artisten…“

Vom 5. Dezember 2018 bis 18. Januar 2019 widmet sich eine Ausstellung in der Evangelischen Hochschule Darmstadt der Wohngemeinschaft Bonameser Straße 

Besondere Einblicke in das Leben der „Gaukler, Händler und Artisten“ an der Bonameser Straße im Frankfurter Norden gibt die Ausstellung des Diakonischen Werks für Frankfurt am Main des Evangelischen Regionalverbandes „…Von Gauklern, Händlern und Artisten…“.  Der Wohnwagenstandplatz Bonameser Straße, heute Wohngemeinschaft Bonameser Straße, besteht seit 1953. Die Ausstellung erzählt und reflektiert die Lebenswirklichkeit der Bewohnerinnen und Bewohner gestern und heute anhand unterschiedlicher Medien. Den Besucherinnen und Besuchern bieten sich spannende Einblicke in ein ganz eigenes Wohngebiet, das vor über 60 Jahren entstand und von einer besonderen Geschichte geprägt ist.

Die Wohngemeinschaft

Nördlich der Autobahn 661, zwischen den Stadtteilen Bonames, Eschersheim und Frankfurter Berg, ausschließlich auf Eschersheimer Boden, liegt eine Siedlung, deren Existenz wenig bekannt ist: der Wohnwagenstandplatz Bonameser Straße, heute Wohngemeinschaft Bonameser Straße. Gaukler, Händler und Artisten lebten und leben in diesem Wohngebiet am Rand der Stadt Frankfurt am Main, welches sich von allen anderen im Stadtgebiet unterscheidet. Die Wurzeln der seit 1953 dort ansässigen ambulanten Gewerbetreibenden und Schausteller lassen sich jedoch lange in der Geschichte und auch in Frankfurt am Main zurückverfolgen.

Unterstützung der Kirche

Die Evangelische Kirche setzte sich seit der Entstehung des Geländes von der Ebene der Kirchengemeinde bis zur Leitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) mit dem damaligen Kirchenpräsidenten Martin Niemöller für die Belange der auf dem Wohnwagenstandplatz lebenden Menschen ein. 

Lösungsmodelle und Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner

Auf kommunaler Ebene wurden daraufhin die bisherigen Lösungsmodelle überdacht und neue Strategien entwickelt, die in Frankfurt am Main schließlich zu besseren Lebensverhältnissen auf dem Gelände führten. Dies belegen zahlreiche Dokumente. Die Schau konnte entstehen, weil die Bewohnerinnen und Bewohner selbst in vielen offenen Gesprächen und Interviews, Dokumenten und Fotografien dazu beigetragen haben.

Ort
Evangelische Hochschule Darmstadt (EHD)
Zweifalltorweg 12, 64293 Darmstadt

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag, 9–18 Uhr, vom 21.12.2018-02.01.2019 geschlossen

Der Eintritt ist frei.