Lilith – Wohnen für Frauen

Frauen in prekären Lebenslagen, wohnungslos und mit einem besonderen Unterstützungsbedarf, finden bei Lilith einen Ort, der Schutz, Ruhe, intensive Beratung und Begleitung bietet. Im Übergangswohnhaus kommen Frauen zur Ruhe und entwickeln neue Lebensperspektiven. Sie erhalten Unterstützung bei der Bewältigung von Gewalterfahrungen sowie sozialen und psychischen Problemen.

Was ist Lilith?

„Lilith“ ist ein Übergangswohnhaus für Frauen, die sich in Not- und Krisensituationen befinden. In den vier Wohngruppen leben jeweils sieben Frauen in Einzelzimmern. Gemeinsam teilen sich die Bewohnerinnen einer Wohngruppe Küche und Sanitärräume. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Unterstützungs- und Beratungsangebot.

Unterstützung und Beratung

Die Beraterinnen von Lilith unterstützen Frauen bei der Wohnungssuche und dem Abbau von Schulden, bei der Aufarbeitung von Gewalterfahrungen und bei der Bewältigung von Suchtproblemen. In Gesprächen werden Eigenverantwortlichkeit und Konfliktfähigkeit gefördert und das Selbstvertrauen gestärkt. Gemeinsam werden Wege in ein selbstbestimmtes Leben erarbeitet.

Neue Perspektiven eröffnen

Die Beraterinnen arbeiten eng mit Jugend- und Sozialämtern, Jobcentern, Fachberatungsstellen, Therapeutinnen und Kliniken zusammen. Ziel ist es, Frauen zu ermöglichen, wieder in eine eigene Wohnung zu ziehen und ihr Leben eigenständig zu bewältigen.

Voraussetzungen

Der Einzug ist für wohnungslose Frauen ab 18 Jahren möglich, die eine qualifizierte Unterstützung und Beratung bei der Bewältigung Ihrer Probleme wünschen.
Die Unterbringung erfolgt über das Sozialamt. Es ist ein Eigenanteil für die Unterbringung zu leisten. Besuche von Männern sind zu bestimmten Zeiten möglich.

Nicht möglich ist eine Unterbringung gemeinsam mit Kindern. Auch kann kein Einzug erfolgen, wenn eine akute psychische Erkrankung vorliegt oder illegale Drogen konsumiert werden.

100 Jahre alte Tradition

„Lilith – Wohnen für Frauen“ geht auf eine mehr als 100 Jahre alte Tradition in Frankfurt zurück. Schon 1910 stellte die evangelische Kirche Geld für die fachliche Betreuung von wohnungslosen Frauen bereit.