WESER5 Diakoniezentrum Straßensozialarbeit


Schnee knirscht unter den Füßen. Rolf hat hier, im Wald außerhalb von Frankfurt, Platte gemacht. Zweige heruntergebogen, Rehe beim Äsen betrachtet. Andere Obdachlose schlafen in Erdlöchern oder Abbruchhäusern und leerstehenden Garagen. Manche sind unsichtbar, andere ganz prägnant im Frankfurter Stadtbild. In jedem einzelnen Fall steht Resignation dort, wo früher Mut war, Hoffnungslosigkeit, wo einst Aufbruchsstimmung herrschte.


Ein warmer Schlafsack hilft und ermöglicht Kontakt


Die Sozialarbeiterin der Straßensozialarbeit von WESER5 sucht Obdachlose dort, wo sie sind. Manchmal nutzt sie auch Tipps aus der Bevölkerung dafür. Den ersten Kontakt stellt sie oft über einen warmen Schlafsack her, den sie dabei hat. Die Männer und Frauen, die länger auf der Straße gelebt haben, sind oft verelendet, körperlich und psychisch krank. Von sich aus würden sie sich keine Hilfe mehr holen.


Vertrauen braucht Zeit


Gemeinsam mit Kollegen aus der Sozialen Beratungsstelle spricht die Mitarbeiterin der Straßensozialarbeit Wohnungslose an. Es kostet Zeit und Geduld bis sich langsam wieder Vertrauen aufbaut und die Frauen und Männer beginnen, über Veränderungen nachzudenken. In der Straßensozialarbeit des Diakoniezentrums WESER5 erleben sie persönliche Hilfe und Beratung. Dadurch kann es ihnen gelingen, die Kraft aufzubringen, weitere Unterstützung anzunehmen und die eigene Lebenssituation Schritt für Schritt zu verbessern.